Smart Mobility

Auf Parkplatzsuche? Städte entwickeln neue intelligente und grüne Lösungen.

Parken ist ein brandaktuelles Thema. Das hängt zum einen mit Technologie zusammen – der Grundlage für Lösungen wie vernetzte Mitfahrgelegenheiten oder intelligente Apps, die Autofahrern bei der Parkplatzsuche helfen. Doch auch Ästhetik und Nachhaltigkeit spielen eine Rolle: 95 % der Zeit stehen Autos still. Warum also bekommen sie so viel Platz in Städten, und warum sind die Lösungen so unattraktiv?

Kreative urbane Architekten und Designer überdenken die Funktionen, Standorte und Zwecke von Parkplätzen, um wertvollen Platz in Städten zu schaffen und Autofahrern den Frust zu nehmen. Ihr Ziel ist es, städtischen Parkplätzen und Parkhäusern einen neuen Look zu verpassen. URBAN HUB wirft einen Blick auf zukunftsträchtige Lösungen.

Smart Mobility
Unterwegs zu besseren Lösungen - Die Menschen sind verstopfte Städte leid und entwickeln neue smarte Mobilitätslösungen in Form von innovativen Technologien und intuitiven Apps, die öffentlichen Nahverkehr, bessere Infrastrukturen und Car-Sharing-Projekte kombinieren.
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Erstellt am 31.01.2018

Parken in der Stadt

Parkplätze sind ein unschöner Anblick. Bekanntlich verunstalten sie markante Architektur oder schöne Straßen. Weil sie Wärmeinseln bilden, wirken sie sich nachteilig auf das Klima in Städten aus. Beim Parken auf Parkplätzen oder der Straße verschmutzen Autos ablaufendes Wasser mit Öl und Frostschutzmittel. Außerdem nehmen sie schlicht und einfach eine Menge Platz weg.

Das Parken in Städten spielt für die urbane Mobilität und Flächennutzung eine wichtige Rolle. Eine Lösung, die Umweltschutz, Städtebau, Architektur, Privatgewerbe und öffentlichen Raum berücksichtigt, kann den Status Quo verändern. Urbane Innovatoren sind es leid, das Parkplatzproblem als notwendiges Übel hinzunehmen, und entwickeln Lösungen, um die negativen Auswirkungen des Parkens auf Städte zu minimieren.

Das Auto bleibt zu Hause – die Lösung für das Parkplatzproblem

Um das Parkplatzproblem in Städten nachhaltig zu beseitigen, muss der Bedarf eliminiert werden. Der Trend zur Urbanisierung ist dabei durchaus förderlich. Je mehr Menschen in Innenstädten leben, desto weniger Pendler gibt es. Um Menschen von außerhalb zu motivieren, das Auto stehenzulassen, können Städte Parkgebühren erheben oder öffentliche Verkehrskontenpunkte besser anbinden – zum Beispiel durch Einzugsstellen  oder beschleunigte Fahrsteige .

Leicht zugängliche öffentliche Verkehrsmittel, Bike- und Carsharing, Shared Mobility : Die zahlreichen Alternativen sorgen dafür, dass immer mehr Menschen zögern, bevor sie zum Autoschlüssel greifen. Mitfahrgelegenheiten und Fahrgemeinschaften sind ebenfalls im Kommen. Als Uber seine Fahrdienste in San Francisco einführte, waren überraschenderweise fast 50 % aller Fahrten des Anbieters in der Stadt Fahrgemeinschaften.

Vollautomatische Fahrzeuge könnten in Zukunft den Ausschlag geben. Studien haben gezeigt, dass ein einziges autonomes Fahrzeug bis zu zwölf normale Autos ersetzen kann. Wird ein „Robocar“ nicht benötigt, fährt es einfach in ein abgelegenes Parkhaus. 

Die sinkende Priorität von Autos wird von vielen Seiten offen aufgenommen. In Seoul, Südkorea wurde beispielsweise eine fünf Kilometer lange Hochstraße abgerissen, die durch das Stadtzentrum verlief. Kritiker warnten, dass sich nun die Seitenstraßen wieder mit Autos füllen würden. Stattdessen ging die Anzahl der Autos zurück, und Anwohner nutzen den grünen Korridor jetzt als Naherholungsgebiet .

Convertible buildings can optimize parking in urban settings.

Intelligentes Parken

Aber ich liebe mein Auto! Jeder von uns kennt Personen, die nicht auf ihr Auto verzichten können, aber sogar eingefleischte Autofans hassen die Parkplatzsuche. 30–60 Prozent der Autos in Innenstädten drehen Runden auf der Suche nach einer freien Parklücke und erhöhen damit den Schadstoffausstoß. Von einer intelligenteren, schnelleren Lösung würden sowohl Autofahrer als auch Stadtbewohner profitieren.

Intelligente Technologie kann das Parken in Innenstädten optimieren. Ein System von Sensoren, die Fahrern den Weg zur nächsten freien Parklücke weisen, wurde bereits erfolgreich in Parkhäusern getestet. Jetzt werden auch Tests auf Straßen in Angriff genommen. In San Francisco, CA wurden 6.000 Sensoren in den Asphalt eingebettet, die in Verbindung mit einer App sowie GPS Daten liefern.

Eine andere Lösung? In einem Hightech-Parkhaus in West Hollywood, CA steigen Fahrer an der Einfahrt aus dem Auto und lassen ihr Fahrzeug selbst einparken. Da niemand mehr ein- oder aussteigen muss, können die Autos dicht an dicht geparkt werden. So wird die Fläche optimal genutzt, und vielleicht können in Zukunft kleinere Parkhäuser gebaut werden.

 

Luxus-Parken im Hochhaus. Im Porsche Design Tower können Sie vor Ihrer Wohnungstür parken – egal ob im Erdgeschoss oder im 27. Stock.

Mehr als nur ein Parkplatz

Die einen beschweren sich, weil sie keine Parklücke finden, die anderen finden, dass Parkplätze zu viel Platz wegnehmen: Laut einer US-amerikanischen Studie gibt es acht Mal so viele Parkplätze wie Autos – eine enorme Fläche für stehende Fahrzeuge! Deshalb haben Städte angefangen, ihre Parkplätze und Parkhäuser anderweitig zu nutzen.

Parkplätze und Parkhäuser können für diverse Aktivitäten genutzt und zu öffentlichen Orten werden, die sich mit der Nachbarschaft verändern und weiterentwickeln. Wenig genutzte Flächen bieten Platz für Wochenmärkte, Straßenfußball und Anlaufstellen von Wohltätigkeitsorganisationen. Sie können zum Veranstaltungsort für Pop-up-Ausstellungen und -Aufführungen werden oder als urbane Partylocation dienen.

Einigen Studien zufolge besitzen immer weniger Menschen Autos. Fortschrittliche Entwickler entwerfen deshalb Gebäude, die wandelbar sind. In Los Angeles entsteht derzeit ein Hochhaus mit zwei Parketagen. Die Böden sind horizontal statt geneigt, wie es in vielen Parkhäusern der Fall ist, sodass sie später in Geschäfte oder zum Beispiel in ein Fitnessstudio umgewandelt werden können.

Finden Sie den Parkplatz? Getarntes „Dünen“-Parkhaus.

Grünes Parken

Another solution, in addition to multi-purpose parking lots, is to simply build better garages – ones that generate rather than drain resources. Planners can greenify parking lots to create shade or embrace solar-powered garages and solar canopies over lots. Using porous asphalt can reduce street flooding and help control polluted run-off.

Architects are also finding that parking lots don’t have to drag down design. Inspired by the coastal landscape, an underground parking garage in Katwijk, Holland, is a work of art rather than an eyesore. Its undulating forms mimic the dunes and it is also designed to provided defenses against flooding. Now that’s beautiful multi-purposing!

Parking needs to keep up with the times and be part of the change. As electric cars take to the streets, lots can do more do support this environmentally-friendly technology. Trials are currently underway in London of a technology that allows E-cars to be charged through a transmitter pad embedded in a parking lot. 

Chicago’s Greenway Self-Park garage ticks all the boxes: a green roof, electric car plug-in stations, and over a dozen wind turbines attached to the external structure for energy-efficient powering and cool design elements.

 

Greenway Self-Park, Chicago setzt neue Standards für urbanes Parken

Die Parkplatzsuche in der Zukunft

While for many, even thinking about parking is a headache, wireless technology designers, developers, and city planners are eagerly putting their heads together. They’re working to innovate the next urban parking lot to bring more than just better parking to you.

Clearly, urban parking is not to be written off yet. How we think about it – and plan for it – greatly affects the urban quality of life for us all. New ideas are helping to transform the future of parking and thereby the future of our cities.

Image Credits:

The Mod, taken from instagram.com, photo by Gensler Design

Greenway Self Park, taken from latimes.com, photo by John Picken 

Dune Parking, taken from deezen.com, photo by Luuk Kramer