Urban Lifestyle

Zehn außergewöhnliche Aufzüge: Fahrstühle, die Sie gesehen haben müssen

Die meisten Aufzüge sollen gar nicht auffallen. Sie erledigen einfach ihre Aufgabe und ziehen nur dann Aufmerksamkeit auf sich, wenn sie nicht funktionieren. Doch manche Aufzüge gehen über praktische Mobilitätslösungen hinaus und beeindrucken zudem durch ihr außergewöhnliches Interieur bzw. durch eine Bewältigung spezieller Designherausforderungen im Zusammenhang mit unkonventioneller Architektur.

Nur wenige Aufzüge sind nicht in Schächten verborgen und weisen eine besondere, von außen sichtbare Gestaltung auf. Urban Hub sieht sich zehn der außergewöhnlichsten Aufzüge weltweit an.

Urban Lifestyle
Leben in der Stadt der Zukunft - Haben wir einmal den Einfluss urbanen Lebens auf die Umwelt erfasst, können wir den Weg zu einer lebenswerten und grünen Stadt der Zukunft ebnen.
731 Aufrufe

Erstellt am 09.03.2018

Elevador de Santa Justa (Lissabon, Portugal)

Der Santa Justa-Aufzug wurde 1874 erbaut, um die Straßen im tiefer gelegenen Bezirk Baixa mit dem höher gelegenen Stadtteil Chiado zu verbinden. Es handelt sich dabei um einen öffentlichen Freiluftaufzug in neogotischer Stahlkonstruktion. Ähnliche Aufzüge aus dieser Zeit sind der Katarinahissen in Stockholm (Schweden) sowie der Ascensor Polanco in Valparaíso (Chile).

Kirchturm oder Aufzug?

Hammetschwand-Lift (Bürgenstock, Schweiz)

Der 1905 eröffnete Hammetschwand-Lift ist der höchste Freiluft-Aufzug Europas. Wanderer besteigen zunächst einen Bergpfad und fahren dann auf dem Bürgenstock zum Aussichtspunkt Hammetschwand 118 Meter in die Höhe (Schachthöhe). Oben erwartet sie ein spektakulärer Blick auf den Vierwaldstättersee.

Dieser Aufzug beeindruckt auch noch nach über 100 Jahren.

Das St. Botolph Building (London, Großbritannien)

St. Botolph ist bekannt als Schutzpatron der Fußgänger. Seit 2011 bietet das St. Botolph Building in der Innenstadt Londons Besuchern ein ganz besonderes Erlebnis: Das zentrale Atrium verfügt über 16 Aufzüge, die sich in acht Schächten dank TWIN ®-Aufzugtechnologie unabhängig voneinander bewegen – sowohl für einen effektiven vertikalen Transport als auch als besonderes künstlerisches Schauspiel.

Das St. Botolph Building: einfaches und gutes Design

Mercedes-Benz Museum (Stuttgart, Deutschland)

Inklusive verblüffender Kontraste geht es im Mercedes-Benz Museum der deutschen Automobilhauptstadt Stuttgart nicht nur um das Auto. Vom futuristischen nackten Betondesign hin zum größten künstlich erzeugten Tornado der Welt (eine Brandschutzmaßnahme) dreht sich in diesem Gebäude alles um eine kunstvolle Gestaltung (und natürlich um Autos). Außerdem gibt es wunderschöne Aufzüge: schlanke, metallene „Pods“, die Aufmerksamkeit auf sich ziehen, wenn sie die Wände des Eingangsbereichs entlang fahren.

Besucher aus der Zukunft – zu sehen im Mercedes-Benz Museum

Die Aufzüge im Eiffelturm (Paris, Frankreich)

Zur Geschichte des Eiffelturms gehören auch die Aufzüge, die den Turm allen zugänglich machen. Bei ihrer Inbetriebnahme im Jahr 1889 schrieben sie Technikgeschichte – kein Aufzug hatte je so schwere Lasten so weit nach oben transportiert. Seitdem bewegen die Fahrstühle Menschen – und Gemüter – mit Blick auf eine der schönsten Städte der Welt.

Zwei der Originalaufzüge im Eiffelturm sind weiterhin in Betrieb.

AquaDom (Berlin, Deutschland)

In der deutschen Hauptstadt Berlin wurde im Radisson Blu Hotel mit dem AquaDom ein 25 Meter hoher, verglaster Aufzug errichtet, der von einem zylinderförmigen Aquarium mit zahlreichen Fischen umgeben ist. Somit ist er wahrscheinlich der einzige Aufzug der Welt, der von drei bis vier Tauchern täglich gewartet und gefüttert werden muss.

Ein Aufzug in einem Aquarium – ja klar!

Bailong-Aufzug (Wulingyuan, China)

Mitten im malerischen Zhangjiajie National Forest Park – einem UNESCO-Weltnaturerbe – ist der Bailong-Aufzug mit einer Höhe von 326 Metern laut Guinness-Buch der Rekorde der höchste Freiluftaufzug der Welt. Beim Hinauf- und Herabfahren entlang der Steilwand sorgen die Glaswände für einen atemberaubenden Blick auf die grün bewachsenen Sandsteinfelsen im Park.

Die Schönheit des Aufzugs unterstreicht die Schönheit der Natur.

Aufzüge im Lloyd´s Building (London, Großbritannien)

Alle hohen Gebäude verfügen über einen sogenannten Versorgungsschacht, der Platz für Aufzüge, Lüftungskanäle und Wasserleitungen bietet. Naja, nicht alle hohen Gebäude… Am Lloyd´s Building in London sind diese Elemente außen angebracht. Und sind die Aufzüge nicht wunderschön?

Sollten nicht alle Aufzüge Fenster haben?

Gläserne Aufzüge im Atlanta Marriott Marquis (Atlanta, USA)

Das große, über 140 Meter hohe Atrium im Marriott Marquis-Hotel in Atlanta ist optisch so besonders, dass es bereits mehrfach im Kino zu sehen war (unter anderem in zwei Filmen der Tribute von Panem-Reihe). Durch die Form des Innenraums wird Ihre Aufmerksamkeit auf die gläsernen Aufzüge gelenkt, welche das „Rückgrat“ des Atriums entlang fahren.

Trotz seiner Fertigstellung im Jahr 1985 wirkt das Marriott Marquis noch immer futuristisch.

Aufzüge im Sky Tower (Auckland, Neuseeland)

Mit 328 Metern ist der Sky Tower in Auckland das höchste freistehende Bauwerk der Südhalbkugel. Die gläsernen Aufzüge bieten Panoramablicke auf die Skyline der Stadt sowie den Naturhafen Waitematā. Zusätzlich verfügen sie jedoch über einen Glasboden, damit Besucher sehen können, wie sie sich auf dem Weg zur Aussichtsplattform bzw. zum Drehrestaurant immer weiter vom Erdboden entfernen.

Definitiv einen Besuch wert – schon wegen der Aufzüge.

Die Zukunft des Aufzugs

Dürfen Aufzüge ausschließlich dem Transport dienen? Nein, gar nicht! Visionäre Architekten und Statiker sollten das immense Potenzial von Aufzügen nutzen, um neben den oben beschriebenen Aufzügen weitere außergewöhnliche Schönheiten sowie atemberaubende Erlebnisse zu erschaffen!

Image Credits:

Santa Justa Lift, taken from flickr.com; image credits go to Susanne Nilsson & Lee Cannon 

Hammetschwand Lift, taken from commons.wikimedia.org; some rights reserved 

St. Botolph Building taken from virgopublications.com; image credits go to David W. Fried 

The Eiffel Tower, taken from commons.wikimedia.org; some rights reserved 

AquaDom, taken from flickr.com; image credits go to Francisco Antunes & Maria Eklind

Lloyd’s Building, taken from flickr.com; image credits go to Ungry Young Man

Atlanta Marriott Marquis, taken from flickr.com; image credits go to Brian Pennington

Sky Tower, taken from flickr.com; image credits go to Arran Bee