Urban Lifestyle

Beeindruckende Architektur: Die zehn stilvollsten Universitätsgebäude

Universitäten und Städte haben eine ganz besondere Beziehung. Die Hochschulen dienen als Anzugspunkt für talentierte junge Menschen sowie weltbekannte Akademiker und gehen oft Forschungspartnerschaften mit ortsansässigen Unternehmen ein. Viele Universitätsgebäude gelten auch als architektonische Wahrzeichen und sind damit eine eigene Attraktion in einer Stadt.

Mit ihren wunderschönen Gebäuden und der hübschen Landschaftsgestaltung ist es nicht verwunderlich, dass Campusanlagen auch viele Touristen anlocken. Im Folgenden möchten wir einige Universitätsgebäude in Städten aus aller Welt vorstellen, die mit ihrer einzigartigen Architektur beeindrucken.

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Leben in der Stadt der Zukunft - Haben wir einmal den Einfluss urbanen Lebens auf die Umwelt erfasst, können wir den Weg zu einer lebenswerten und grünen Stadt der Zukunft ebnen.
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Erstellt am 07.02.2018

Hochschulgebäude mit hohem Style-Faktor

Die enge Beziehung zwischen einer Stadt und einer Universität bzw. zwischen den Menschen und höherer Bildung wird häufig am besten durch die Gebäude auf einem Universitätsgelände zum Ausdruck gebracht. Die obigen Beispiele zeigen, wie Universitäten versuchen, traditionelles Design und fortschrittliche Konzepte zu vereinen. Darüber hinaus lässt sich in diesen modernen Designs oft eine gewisse Transparenz und Diversität erkennen – ein Symbol dafür, dass jeder Mensch Zugang zu höherer Bildung haben sollte. Kein Wunder also, dass einige der beeindruckendsten städtischen Wahrzeichen auf Campusanlagen zu finden sind.

Peter B. Lewis Building, Case Western Reserve University (Cleveland, Ohio, USA)

Einige werden hier die Handschrift des Architekten des Guggenheim-Museums in Bilbao, Spanien wiedererkennen. Frank Gehry ist bekannt für seine unkonventionellen Konstruktionen aus Metall. Dieses markante Gebäude hat die Fakultät dazu veranlasst, Entwurfsmethodik als Thema bei Managementtrainings einzuführen und unkonventionelle Kreativität zu fördern. Einige sagen sogar, das Gebäude habe der CWRU zu einer regelrechten Wiedergeburt verholfen.

CWRU reitet auf Wellen aus Edelstahl ins 21. Jahrhundert

Zentrale Bibliothek der Autonomen Nationalen Universität von Mexiko (Mexico City, Mexiko)

Die Zentralbibliothek der Autonomen Nationalen Universität von Mexiko ist mit einer wunderschönen Wandmalerei des Künstlers Juan O’Gorman verziert und wurde von der UNESCO zum architektonischen Weltkulturerbe erklärt. In diesem Fall ist nicht die Architektur außergewöhnlich; es ist die ausdrucksstarke Kunst, die das Gebäude zu etwas ganz Besonderem macht.

Mexikanische Geschichte wird in zeitloser Kunst festgehalten

Royal Melbourne Institute of Technology, College of Business (Melbourne, Australien)

Auf den ersten Blick türmt sich das Swanston Academic Building hinter den Altbauten auf – fast so, als ob es sie verschlingen wollte. Der Grundriss des Gebäudes ist jedoch einzigartig: Die Planer zogen Linien vom Baugrundstück zu den umliegenden Sehenswürdigkeiten und erstellten daraus einen Computeralgorithmus, der die 3D-Formen und die Portale des Gebäudes erzeugte. Von verschiedenen Beobachtungspunkten aus können die Studenten im Gebäude die Aussicht auf die umliegende Stadtlandschaft genießen.

Gewagte Architektur im Stadtkern von Melbourne

Roy and Diana Vagelos Education Center, Columbia University (NYC, USA)

Diller Scofidio + Renfro haben für die Columbia University ein 14-stöckiges Gebäude aus Stahl, Glas und Beton mit einem spektakulären Treppenaufgang entworfen, dessen Seitenwände aus der Glasfassade herausragen.

Medizinstudenten der Columbia University studieren in stylisher Umgebung

Campus Luigi Einaudi, Universität Turin (Italien)

Zwei um einen runden Innenhof herum angelegte Gebäude, die durch ein Membrandach miteinander verbunden sind – Norman Foster hat den quadratischen Kolleghof, wie man ihn von traditionellen Universitäten her kennt, neu interpretiert. Mit Fertigstellung der Anlage, die durch eine Brücke mit dem historischen Stadtkern verbunden ist, erwachte ein alter Industriestandort am Ufer des Flusses Dora zu neuem Leben.

Ein modern interpretierter Kolleghof als Treffpunkt für die Studenten

Issam Fares Institute for Public Policy and International Affairs (IFI) Amerikanische Universität Beirut (Libanon)

Ein Großteil der Einrichtungen des IFI ist in einem auskragenden Baukörper über dem Eingangshof untergebracht, was dem Gebäude eine gewisse Leichtigkeit verleiht und dafür sorgt, dass der Hof als Treffpunkt erhalten bleibt. Die gesamte Anlage wurde so gestaltet, dass die Interaktion zwischen den Angehörigen der Universität gefördert wird: Die erhöht angelegten Gehwege und die ineinandergreifenden geometrischen Formen des Gebäudes unterstreichen die Symbolik der sich kreuzenden Wege von wissenschaftlichem Diskurs und informellem Austausch.

Geometrische Leichtigkeit in Beirut sorgt für Inspiration

Philologische Bibliothek der Freien Universität Berlin

Diese Bibliothek ist ein weiteres Meisterwerk von Norman Foster und Teil des bestehenden Gebäudekomplexes von Rost- und Silberlaube auf dem Hauptcampus. Der Neubau, der in seiner Form an die zwei Hemisphären des Gehirns erinnert, beherbergt zahlreiche Bände aus Teilbibliotheken der Sprach- und Literaturwissenschaft.

Wie ein Gehirn: der hintere Teil der Philologischen Bibliothek

Run Run Shaw Creative Media Centre, Universität von Hongkong (China)

Die kristallinen Formen dieses Gebäudes – entworfen von Daniel Libeskind und benannt nach dem Gründer von Shaw Brothers Studio – sind auch bei den Fenstern, Türen und Beleuchtungen wiederzufinden. Die zahlreichen geometrischen Formen und Flächen wirken aufgrund der verschiedenen verwendeten Materialien und Lichteffekte ganz unterschiedlich und sollen die Zusammenarbeit und Kreativität der neuen Medienabteilungen fördern.

Hongkongs hochmodernes Zentrum für Medienwissenschaften

Wabash Building, Roosevelt University (Chicago, USA)

Auch wenn es „nur“ das vierthöchste Universitätsgebäude der Welt ist (ca. 143 Meter), ist es doch vielleicht eines der schönsten – zumindest in den Augen von Liebhabern der modernen Architektur. Der Neubau mit LEED-Nachhaltigkeitszertifizierung besticht durch moderne fließende Linien, lässt aber gleichzeitig Raum für die historische Fassade des Nebengebäudes, in dem der Fachbereich der Bildenden Künste untergebracht ist.

Technische Universität Nanyang (Singapur)

Heatherwick Studio hat dieses Lernzentrum – auch unter dem Namen „The Hive“ (zu Dt. Bienenstock) bekannt – so entworfen, dass ein echtes Gemeinschaftsgefühl entstehen kann. Auf lange Gänge wurde verzichtet. Die Klassenzimmer wurden rund gebaut und mit vielen Pflanzen ausgestattet, außerdem lassen sie viel Tageslicht herein. Das Erdgeschoss des Gebäudes ist von überall aus zugänglich und als großer offener Raum gestaltet, in dem sich die Studierenden und Professoren aus den Bienenstock-ähnlichen Türmen treffen und austauschen können.

The Hive: runde Klassenzimmer, keine langen Gänge und viel Tageslicht