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Wie Innovationen Unternehmen helfen, das volle Potenzial der Digitalisierung auszuschöpfen

Die Urbanisierung, Digitalisierung und das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) sind Megatrends, denen sich keiner von uns entziehen kann. Der Begriff „Internet der Dinge“ mag seltsam klingen, aber denken Sie mal darüber nach: Bei diesen „Dingen“ handelt es sich um Ihre persönlichen Sachen (Geräte und Tools); Dinge, die für reibungslose Abläufe in Ihrer Stadt sorgen; Dinge, die Ihr Unternehmen produziert und vertreibt; Dinge, die unsere Mobilität fördern sowie viele andere Gegenstände, die wir tagtäglich nutzen.

Im Zuge der Digitalisierung werden riesige Datenmengen (Stichwort „Big Data“) erzeugt, die mittels maschinellem Lernen analysiert werden und zur Entwicklung von lebenserleichternden Innovationen wie der präventiven Wartung genutzt werden. Im Zusammenspiel können diese Innovationen die Art und Weise revolutionieren, wie wir in Städten leben, arbeiten und uns fortbewegen. Damit Unternehmen ihre Businesspläne erfolgreich umsetzen können, müssen sie sich jedoch das Potenzial von Technologie zunutze machen und benötigen die Unterstützung von starken, passionierten Führungskräften.

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Mit weniger Ressourcen mehr verändern - Was bewegt die Welt? Innovative Technologie. In den Bereichen Mobilität, Bauwesen, Energiegewinnung und Produktion verändern besonders grüne Innovationen den Umgang der Menschen mit ihrer Umwelt.
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Erstellt am 09.04.2018

Digitalisierung und Urbanisierung: zwei Trends, die in dieselbe Richtung führen.

Jede Woche ziehen weltweit 3 Millionen Menschen in eine Stadt. Der Megatrend der Urbanisierung hat dazu geführt, dass die weltweite Gesamtfläche an urbanem Raum jeden Tag um ein Areal in der Größe von Manhattan anwächst. In den meisten Städten herrscht jedoch bereits Überbevölkerung, sodass wir gezwungen sind, höher und intelligenter zu bauen.

Die Digitalisierung verändert die Art und Weise, wie wir leben, arbeiten und mit Kunden, Kollegen und unserer Familie kommunizieren. Gleichzeitig verspricht sie uns auch mehr Komfort und hilft uns, viele Probleme im Zusammenhang mit der Urbanisierung zu lösen.

 

Das oberste Gebot für Unternehmen

Unternehmen müssen diese zwei Trends als Innovationstreiber ansehen, die sich gegenseitig begünstigen. Ihr Erfolg wirkt sich direkt auf die Lebensqualität in unseren Städten sowie den umliegenden Gebieten aus. Die Kosten für Untätigkeit sind immens hoch: Unternehmen, die nicht vorausdenken, werden auf der Strecke bleiben.

Aber nicht nur komplette Untätigkeit kommt Unternehmen teuer zu stehen, sondern auch unzureichende Tätigkeit. Sie konzentrieren sich darauf, sich an die Digitalisierung „anzupassen“, obwohl sie sie eigentlich aktiv zu ihrem eigenen Vorteil und dem Vorteil ihrer Kunden nutzen sollten.

Anstatt dieselben altbekannten Lösungen mit geringfügigen digitalen Verbesserungen bereitzustellen, sollten Unternehmen mithilfe von Big Data, dem Internet der Dinge und maschinellem Lernen ganz neue Wege beschreiten. Und gerade dicht besiedelte Städte mit hohem Bildungsniveau bieten die ideale Testumgebung für viele dieser Lösungen.

Wie die Bewohner in Städten von der Digitalisierung profitieren

Als ideale Testumgebungen für Digitalisierungsprojekte gehören Stadtzentren auch zu den ersten Orten, die von Entwicklungen wie der präventiven Wartung oder der Echtzeitanpassung von Systemen (z. B. Ampelsignale, Luftfiltration) an gegenwärtige Bedingungen (z. B. Staus, schlechte Luftqualität) profitieren werden.

Können potenzielle Komponentenausfälle präventiv erkannt und behoben werden, können reibungslosere, effizientere Abläufe sichergestellt werden, sei es in Bezug auf den öffentlichen Nahverkehr, Aufzugsysteme, die öffentliche Versorgung, den Autoverkehr oder sämtliche Arten von elektronischen Anlagen und Geräten.

Lösungen wie diese sorgen für weniger Störungen in Ihrem Alltag: weniger Staus und Zugverspätungen, weniger Ausfälle bei Aufzügen und Fahrtreppen und keine defekten Straßenlampen mehr.

Ein erfüllteres Arbeitsleben und zufriedenere Kunden

Die Digitalisierung erleichtert uns aber nicht nur die Fortbewegung in unseren Städten, sondern trägt auch zu einem erfüllteren Arbeitsleben und einer höheren Kundenzufriedenheit bei. Aufzugtechniker beispielsweise erhalten sofortigen Zugriff auf eine automatisiert erstellte Liste mit den möglichen Ursachen für einen bestehenden (oder bevorstehenden) Fehler. Dadurch sinkt die Stressbelastung für die Techniker, wenn sie mit einem unbekannten System arbeiten.

Die Kunden genießen den Vorteil, dass ihre Anlagen repariert werden, bevor sie merken, dass es ein Problem gibt, oder bevor die Störung überhaupt auftritt. Zudem erhalten sie Zugriff auf eine neue Datenquelle, die sie zu ihren eigenen Zwecken nutzen können.

Wie Unternehmen nicht nur überleben, sondern richtig aufblühen können

Kurzgefasst: Unternehmen müssen agieren statt reagieren. Es genügt nicht, die Digitalisierung nur zu überstehen – das Ziel besteht darin, Nutzen aus ihr zu ziehen. Es ist wichtig, an der Spitze des Wandels zu stehen, nicht nur Mitläufer zu sein. Firmen müssen Möglichkeiten finden, wie sie das Leben aller (Verbraucher, Kunden und Mitarbeiter) durch einen positiven Beitrag im Zuge der Digitalisierung verbessern können. Wenn ihnen das gelingt, dann ist ihnen der Erfolg so gut wie garantiert.

Welche Vorteile bringt es dem Leser, wenn ein Buch in digitaler Form bereitgestellt wird? Fast keinen. Er profitiert nur, wenn das volle Potenzial des digitalen Mediums ausgeschöpft wird, indem Konnektivität mit Wörterbüchern, Reçferenzwerken, anderen Lesern oder auch Vokabellernsystemen geboten wird. Auf diese Weise könnten das Lesen schwieriger Bücher erleichtert, ein interaktiveres Lernen ermöglicht und das allgemeine Bildungsniveau der Gesellschaft gefördert werden.

Nutzen Sie einen Businessplan

Es ist wichtig, dass Unternehmen ihren Mitarbeitern vermitteln, was sie verändern möchten und welche Ziele sie damit verfolgen. Wenn Sie Ihre eigenen Mitarbeiter nicht überzeugen können, dann werden Sie Ihre neuen Lösungen auch Ihren Kunden nicht schmackhaft machen können, geschweige denn sie bereitstellen.

Deshalb benötigen Sie einen Businessplan, der sich auf kleine Schritte entlang des Weges zum Erfolg konzentriert. Bei der digitalen Transformation geht es nicht nur darum, die Art zu ändern, „wie“ man etwas tut. Sie erfordert vielmehr eine kulturelle Veränderung, die sich auf nahezu jeden Mitarbeiter eines Unternehmens auswirkt.

Abgesehen von den Details der technischen Implementierung muss der Businessplan auch einen Plan für die interne und externe Kommunikation beinhalten. Die Mitarbeiter müssen verstehen, dass die Digitalisierung auf der Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine beruht – nicht auf einem Wettbewerb zwischen Mensch und Maschine. Anhand der externen Kommunikation können Sie von Ihren „Heldenprojekten“ berichten und dadurch auch ihr Brot- und Buttergeschäft ankurbeln.

Vernetzen Sie Ihre Produkte und verwerten Sie die erfassten Daten

Die meiste Aufmerksamkeit wird der Vernetzung von technischen Anlagen und Geräten mit der Cloud gewidmet. Das allein bringt aber nichts, wenn Sie die erfassten Daten nicht auch verwerten.

Unternehmen müssen nicht warten, bis alle ihre Maschinen vernetzt sind. Es stimmt zwar, dass die Daten zuverlässiger sind, wenn mehr Maschinen vernetzt werden; Sie können aber auch schon einige Vorteile aus dem wachsenden Datenbestand ziehen, der entsteht, wenn Sie Ihr eigenes „Intranet der Dinge“ einrichten.

Tatsächlich ist es ganz wichtig, dass Sie schon während des Implementierungsprozesses verdeutlichen, welches Potenzial mit der Cloud vernetzte Geräte bieten. Die Präsentation von Zwischenergebnissen fördert nicht nur die Motivation der Mitarbeiter, sondern hilft Ihnen durch Erzielen einiger Quick Wins im Projektverlauf auch, die finanzielle Belastung zu rechtfertigen, die mit einem budgetintensiven Projekt verbunden ist.

„Es geht nicht nur darum, Einheiten zu vernetzen; es geht darum, die erfassten Daten zu nutzen. Es ist wichtig, dass die End-to-End-Prozesse stimmen.“

Andreas Schierenbeck, CEO, thyssenkrupp Elevator

Bringen Sie den Prozess ins Rollen und delegieren Sie ihn nicht

Die Digitalisierung ist ein großer Schritt für Unternehmen, der von der obersten Führungsebene ausgehen muss. Den gesamten Prozess der digitalen Transformation einfach an die IT-Abteilung zu delegieren wird nicht funktionieren, da es sich um eine tiefgreifende Veränderung handelt, die gute Führungsqualitäten und einen starken strategischen Fokus erfordert.

Verfügen der CEO oder das oberste Management nicht selbst über die nötigen Kenntnisse, sollten sie unbedingt einen Experten zurate ziehen.
Lassen Sie sich jedoch nicht entmutigen! Einfach nur anzufangen ist die erste und schwierigste Hürde. Wenn der Prozess erst einmal angestoßen wurde, werden Sie sich im weiteren Verlauf schon das nötige Know-how aneignen und die erforderlichen Ressourcen und Partner beschaffen.

Die Digitalisierung verspricht uns ein leichteres Leben und unzählige Vorteile, doch dafür sind Innovationen von Privatunternehmen vonnöten. Disrupt or be disrupted. Sie haben die Wahl!

„Wenn es um die Digitalisierung geht, sollten wir die Spitze anführen und nicht allen anderen hinterherhinken.“

Andreas Schierenbeck, CEO, thyssenkrupp Elevator

 

MAX ist eine IoT-Lösung, mit der Aufzugtechniker Aufzüge reparieren können, bevor es zu einem Ausfall kommt.