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Intelligente Aufzugnachrüstung: mehr Wohnqualität, Mobilität und Sicherheit

Chloe und Jérôme Baudet zogen vor kurzem mit ihrem siebenjährigen Sohn Philip von Paris nach Hongkong, China. Die Umstellung war zu Beginn immens: Statt dem gewohnten Einfamilienhaus mit Garten im beschaulichen Pariser Vorort wohnten die drei nun auf 60 Quadratmetern in einem zentral gelegenen Appartement im 48. Stock eines Wolkenkratzers. Doch die Familie hat sich schnell an das geschäftige Leben im Perlflussdelta gewöhnt.

Das Leben im 48. Stock verspricht atemberaubende Ausblicke. Damit einher geht jedoch auch die Abhängigkeit von Aufzügen. Wenn Chloe und Jérôme zur Arbeit gehen oder Philip zur Schule bringen, verspäten sie sich häufig, da der Aufzug ständig anhält – selbst wenn er bereits voll ist. Ein weiteres Problem ist die Sicherheit: Im Erdgeschoss gibt es einen Minimarkt, und die Geschosse darüber sind mit Büros besetzt. In dieser Situation kam Hilfe von unerwarteter Seite.

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„Wo ist denn die Nach-unten-Taste?“

„Zieh deine Jacke an, Philip. Wir müssen los“, drängt Jéromê seinen Sohnemann und verriegelt die Wohnungstür mit der Keycard. Philip rennt den Gang hinunter, um schon mal den Aufzug zu rufen. Doch plötzlich hält er inne und blickt seinen Vater an: „Papa, wo sind denn die Nach-oben- und Nach-unten-Tasten hin?“

Anstelle der gewohnten Ruftasten finden Jérôme und Philip einen Touchscreen mit Zahlen und einem „G“ vor. Jérôme erklärt: „Schau, Philip: Es wurde ein neues System installiert, damit wir nicht erst im Aufzug sagen können, wo wir hin möchten. Das spart Zeit. Probier’s doch mal aus!“ Philip drückt das „G“ für ground floor, also Erdgeschoss, ganz genau wie früher in der Aufzugkabine. Per Bildschirmmitteilung werden die beiden aufgefordert, sich zu Aufzug C zu begeben.

Wenig später kommt der Aufzug. Jérôme und Philip steigen ein. Dabei fällt ihnen sofort auf, dass es weniger Tasten in der Kabine gibt. Der größte Unterschied ist jedoch, dass sie seltener anhalten und der Aufzug nicht länger überfüllt ist. Als sie in der Lobby ankommen, bemerkt Philip die neuen Sicherheitsdrehkreuze, die er auf dem Weg nach draußen interessiert begutachtet.

Einfach zu bedienende Touchscreen-Kiosks

Was dahinter steckt

Der Gebäudemanager stand vor diversen Herausforderungen: Die Mieter klagten über zu lange Aufzugfahrzeiten, aber das Budget gab keine Hochgeschwindigkeitstechnik her. Zudem konnten Unbefugte über den Einkaufsmarkt im Erdgeschoss potenziell in Büros oder den Wohnbereich des Gebäudes eindringen. Auch die kontinuierlich steigenden Elektrizitätskosten gaben Anlass zur Sorge.

Der Manager entledigte sich alle dieser Probleme auf einen Schlag, indem er die vorhandene Aufzuganlage nachrüstete. Das „smarte“ Upgrade verkürzt Wartezeiten und erhöht die Sicherheit mit personalisierten Benutzerprofilen, die Berechtigungen für den Gebäudezugang festlegen. Dank einer besseren Auslastung wird zudem der Energieverbrauch gesenkt.

Die Investoren waren erfreut, dass die Lösung von der Optik her an den Stil des Gebäudes angepasst werden konnte. Es war sogar möglich, eine Spezialtaste mit dem Logo ihres wichtigsten Firmenkunden in die Anzeige einzubetten. Mitarbeiter oder Besucher können sich nun per PIN-Code oder Keycard ausweisen und werden im Express-Aufzug, quasi als VIP, zur Rezeption des Unternehmens gebracht.

Nachgerüstete Aufzüge helfen, die Gebäudesicherheit zu verbessern

Ein Blick auf die intelligente Aufzugnachrüstung AGILE

  • Einfache Aufrüstung vorhandener Aufzuganlagen

    ·      Bewältigt ein bis zu 30 % höheres Fahrgastaufkommen

    ·      25 % kürzere Fahrzeiten

  • AGILE Design Center

    Mit diesem Feature können Gebäudemanager den Touchscreen-Kiosk nach ihren Bedürfnissen anpassen. Zum Beispiel können sie individuelle Logo-Tasten für VIP-Kunden hinzufügen, damit diese mit einer einzigen Berührung des Touchscreens Zugang zu bestimmten Stockwerken erhalten. Sondertasten, Farbschemata und besondere Designs sind auf einem Computer oder Handheld-Gerät auswählbar. Es ist sogar möglich, Gäste mit Grußbotschaften willkommen zu heißen oder den Bewohnern ein gesegnetes Weihnachtsfest zu wünschen.

  • AGILE Management Center

    Gebäudemanager können ihr Eigentum modernisieren und gleichzeitig die Wünsche ihrer Mieter erfüllen. Sie behalten das Fahrgastaufkommen im Auge und können Benutzerprofile erstellen, die den Zugang zu bestimmten Stockwerken erlauben oder verweigern. Die dabei erfassten Daten dienen als Grundlage für intelligente Entscheidungen wie etwa die mögliche Außerbetriebnahme einzelner Aufzüge außerhalb der Spitzenlastzeiten.

Schneller zurück im sicheren Heim

Heute holt Chloe Philip von der Schule ab. Auf dem Heimweg schauen die beiden noch kurz im hauseigenen Supermarkt vorbei und laufen anschließend zu den Aufzügen. In der Lobby fragt Chloe Philip, ob er ihre Keycard an der Sicherheitsschleuse scannen möchten. „Aber Mama, die benutzen wir doch nur für unsere Haustür!“ Chloe erklärt: „Jetzt benutzen wir sie auch, um Aufzug zu fahren. Und dadurch wird unser Zuhause noch sicherer!“

Chloe führt ihren Sohn zur Sicherheitsschleuse, wo er die Karte scannt. Auf einem Bildschirm über ihren Köpfen erscheint die Nachricht „Wir wünschen Ihnen ein frohes neues Jahr“, gefolgt von der Aufforderung „Bitte Aufzug B nutzen“.

„Schau, Mama! Es ist chinesisches Neujahr! Woher weiß der Aufzug das, und wieso wissen die, wo wir hin wollen?“, fragt Philip. Seine Mutter erklärt: „Das ist toll, oder? Bestimmt weiß der Aufzug immer, wann Ferien sind. Hm, und warum er uns erkennt? Ich denke, weil wir unsere Keycard verwenden. Das bedeutet, dass er automatisch einen Aufzug für uns rufen kann. Wenn wir deinen Freund Tommy im 29. Stock besuchen wollen, können wir aber auch einfach die Taste auf dem Touchscreen dort drüben drücken.“

„Können wir Tommy jetzt besuchen fahren?“

„Nein, wir müssen nach Hause.“

Aufzug B bringt sie direkt in den 48. Stock, ohne dass die beiden auch nur einen Finger krumm machen müssen.

 

Ein ständiges Auf und Ab

Bevor sie zur Wohnung kommen, treffen sie noch ihre Nachbarin Judy und wünschen ihr ein frohes chinesisches Neujahr. Auf die Frage, was sie denn von der modernisierten Aufzuganlage halte, zeigt sich Judy besonders von den zusätzlichen Sicherheitsvorrichtungen an der Lobby angetan und meint: „Ich hab gehört, dass das System sogar Energie einspart. Für mich fühlt es sich so an, als ob ich jetzt zumindest ein bisschen nachhaltiger lebe.“

„Stimmt. Ich finde es gut, dass die Umwelt geschont wird und wir gleichzeitig auch noch Zeit sparen“, sagt Chloe, und die drei verabschieden sich.

Zuhause sitzt Philip auf der Couch und schaut aus dem Fenster: „Mama, lass uns nochmal Aufzug fahren.“

„Wir sind hier nicht im Vergnügungspark, mein Lieber“, antwortet Chloe. „Na klar das weiß ich doch“, entgegnet Philip, „aber schau mal: Der Neujahrsumzug kommt!“

Das wollen sich Chloe und Philip natürlich nicht entgehen lassen. Die beiden räumen ihre Taschen beiseite und verlassen die Wohnung, um sich in das festliche Treiben zu stürzen. Der Aufzug bringt sie im Handumdrehen nach unten, sodass noch genügend Zeit bleibt, sich einen Platz mit guter Sicht auf die eindrucksvollen Löwentänzer zu sichern.