Ein Symbol der Hoffnung – wie das höchste Gebäude Amerikas entstand

Das One World Trade Center: Innovation und Symbol der Hoffnung

Wie wichtig kann ein Wolkenkratzer für die Psyche einer ganzen Nation sein? Mit 104 Stockwerken und einer Höhe von 541 Meter über dem Meeresspiegel ist das One World Trade Center (1 WTC) für US-Bürger und Menschen weltweit ein echtes Symbol der Hoffnung. Das Gebäude steht für den Optimismus eines Landes, das trotz aller Rückschläge stets hoffnungsvoll in die Zukunft blickt.

Die Konstruktion dieses symbolträchtigen Wolkenkratzers war für alle Beteiligten mit tiefen Emotionen verbunden. Es war keine leichte Aufgabe, das 1 WTC vom Boden bis in den Himmel hochzuziehen. Lernen Sie die Menschen hinter dem Projekt kennen – und erfahren Sie, was sie noch immer bewegt.

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„Eine so wichtige Aufgabe hat man in seinem Leben wahrscheinlich nur einmal. Bei diesem Projekt ging es jedoch nicht um persönliche Befindlichkeiten, sondern darum, was das One World Trade Center für unser Land, für die Menschen, die dort arbeiten, und die Personen bedeutet, die am 11. September 2001 Angehörige und Freunde verloren haben.“

Scott Lahmers

Technischer Experte | thyssenkrupp Elevator

Wie bekommt man Fahrtreppen in den 100. Stock?

Der Dezember 2012 war ein Meilenstein für alle, die am One World Trade Center (1 WTC) in New York mitgearbeitet hatten. Der Einbau der letzten zwei Fahrtreppen zur Aussichtsplattform war für den technischen Experten Scott Lahmers ein unvergessliches Erlebnis. Schließlich mussten die Fahrtreppen vom Erdgeschoss bis in das 100. Stockwerk gehievt werden.

Da der Himmel stark bewölkt war, war nicht einmal sicher, ob die Fahrtreppen am geplanten Tag überhaupt hochgezogen werden konnten. Glücklicherweise hatte Scott Lahmers seine Kamera dabei. Seine Fotos verbreiteten sich innerhalb kürzester Zeit im Internet.

Der kuriose Anblick der im Himmel schwebenden Fahrtreppen erregte weltweit Aufmerksamkeit. Sie hatten etwas Erhabenes und Imposantes, doch im winterlichen Morgenlicht wirkten die stattlichen Konstruktionen nahezu zart und zerbrechlich. Gleichzeitig erzählten sie eine Geschichte von der Hoffnung wider alle Hoffnung – es war ein einfaches Stück Metall, das den Menschen die Botschaft vermittelte, nie aufzugeben und nach vorne zu blicken. 

Nachdem Scott die Fotos auf Flickr hochgeladen hatte, verbreiteten sie sich in Windeseile im Internet. Die Menschen waren fasziniert von dem surreal anmutenden Schauspiel – Fahrtreppen, die in den Himmel hochgezogen wurden.

C
 

Scott erfasste die Stimmung seiner Kollegen auf der Baustelle: den Stolz, den Enthusiasmus und das Gefühl, Teil eines größeren Ganzen zu sein.

Präsident Obama signiert den letzten Stahlpfeiler Präsident Obama signiert den letzten Stahlpfeiler

Die Fertigstellung des 1 WTC war ein denkwürdiger Moment – die Krönung langjähriger Planung, Konstruktion und Kooperation zwischen unzähligen Interessensparteien. Gleichzeitig war es die perfekte Gelegenheit, um über die Bedeutung des Bauwerks nachzudenken. Auch US-Präsident Barack Obama wohnte der Veranstaltung bei, um den letzten Stahlpfeiler vor dem Einbau zu signieren – ein beeindruckender Moment. 

Obama würdigt Konstrukteure und technologische Entstehung
„Ich bin nur einer von vielen. Ich kann Ihnen aber sagen, wie stolz wir darauf sind, dass der Präsident die immense Arbeit gewürdigt hat, die wir in das Gebäude gesteckt haben. Die Erfahrung war absolut einmalig, und ich bin froh, dabei gewesen zu sein.“

Michael DeNardo

Bauleiter 1 WTC | thyssenkrupp Elevator

Händeschütteln mit dem mächtigsten Mann der Welt

Sie hatten verschiedene Symbole gewählt, die ihren Respekt zum Ausdruck bringen sollten: Präsident Obama trug eine kleine amerikanische Flagge am Revers, während auf dem Helm von Bauleiter Michael DeNardo Aufkleber zu sehen waren, die Hoffnung und Nationalstolz symbolisierten. Beide Männer zeigten sich begeistert von der Fertigstellung des 1 WTC, zur der sie einen wichtigen Beitrag geleistet hatten.

Am 14. Juni 2012 hatte Präsident Obama die Baustelle besucht, um einen der letzten Stahlpfeiler zu signieren, die in den Wolkenkratzer eingebaut wurden. Dabei konnte Mike dem US-Präsidenten die Hand schütteln. Obama nutzte die Gelegenheit, um sich bei ihm und seinem Team für die Arbeit auf der Megabaustelle zu bedanken.

Die Gedenkinschrift, die Präsident Obama auf den Stahlpfeiler schrieb, lautet:„We Remember. We Rebuild. We Come Back Stronger.“ (Wir gedenken. Wir bauen wieder auf. Wir kommen noch stärker zurück.)

„Je höher das Gebäude, desto größer die Anforderungen an uns Ingenieure. Durch intelligente Aufzüge werden Wolkenkratzer wie dieser überhaupt erst möglich.“

Joe Braman

Abteilungsdirektor New York | thyssenkrupp Elevator

Joe Braman

Er blickt in ein tiefes Loch, Hunderte von Metern über dem Erdboden. Es ist schwer vorstellbar, dass der Ort, an dem Joe Braman, Regional Vice President New York, in diesem Moment steht, einmal zu einer wichtigen Verkehrsader für täglich rund 14.000 Menschen werden soll. Für Joe ist diese Zahl wichtiger als fast jede andere.

Er kann alle Statistiken und Algorithmen aufzählen, die dafür sorgen, dass die modernen Aufzüge kurze Fahrtzeiten aufweisen, Wartezeiten in der Lobby minimieren und bis zu 90 Prozent mehr Sicherheit bieten. All diese intelligenten Technologien haben nur ein Ziel: dem Menschen zu dienen.

Auch wenn es nicht so aussieht, wenn Joe Braman allein einen leeren Aufzugsschacht inspiziert: Er arbeitet gerne mit Menschen zusammen. Jeder im Team hat seine Aufgabe – vom Betonexperten über den Ingenieur am Laptop bis hin zu den Arbeitern, die ihre Mittagspause mit einer Aussicht genießen können, wie sie nur wenige Baustellen bieten.

 „Jeder bringt seine Erfahrungen ein, und alles muss zusammenpassen“, berichtet Joe. Er nimmt seinen Helm ab und zeigt uns darauf angebrachte Aufkleber mit der amerikanischen Flagge. „Wir sind alle stolz darauf, an diesem Projekt mitzuarbeiten. Und wir tun alles dafür, damit das höchste Gebäude der westlichen Welt auch die besten Aufzüge bekommt.“

thyssenkrupp Remembers

1.000 Mitarbeiter von thyssenkrupp aus acht Ländern nehmen an einem Benefizlauf zum 11. September teil.

Würde man alle Aufzugkabel im One World Trade Center aneinanderreihen, ergäbe sich eine Strecke von New York bis Baltimore. Das sind rund 270 Kilometer. Das Netz an thyssenkrupp-Mitarbeitern ist jedoch noch engmaschiger. Dies wurde sichtbar, als das „thyssenkrupp Remembers“-Team zusammen mit Tausenden anderer Menschen an einem Benefizlauf teilnahm, um Geld für das 9/11 Memorial sowie das 9/11 Memorial Museum zu sammeln.

Für Mitarbeiter, Führungskräfte und Ingenieure war dies eine Gelegenheit, um auf die Straßen von New York, Hawaii und Essen zu gehen und auf eindrucksvolle Weise zu zeigen, dass ihr Engagement für das 1 WTC weit über Leitungen und Kabel hinausgeht. 

C
 

Fakten im Überblick – von oben nach unten

Die Mitarbeit am 1 WTC war für alle Beteiligten eine unvergessliche Erfahrung. Der Stolz auf das Geleistete gründet sich dabei auf der historischen Bedeutung und besonderen technischen Herausforderung. Leistungen wie diese sind nur dann möglich, wenn Menschen aus aller Welt zusammenarbeiten. Heute können wir gemeinsam sagen: „Yes, we did it!“

One World Trade Center Innovation in Zahlen One World Trade Center Innovation in Zahlen
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