Shared Mobility für weniger Verkehr, sauberere Luft und einen besseren öffentlichen Nahverkehr

Shared Mobility ist die Zukunft

Angesichts des zunehmenden Interesses an umweltfreundlicheren und kostengünstigeren Mobilitätslösungen überrascht es nicht, dass Shared Mobility ein wichtiges Thema ist.

Das Wachstum im Bereich Shared Mobility hängt eng mit Innovationen bei mobilen Technologien und Anwendungen zusammen, die eine Einführung neuer Geschäftsmodelle ermöglicht haben. Auf diesem Gebiet gibt es viele Pioniere. Besonders interessant sind möglicherweise aber kommunale Behörden, die öffentliche Angebote smart verwalten.

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Privatpersonen treiben den Wandel voran

Im Laufe der Geschichte wurden wichtige Mobilitätsneuerungen oft von Unternehmern umgesetzt. Eisenbahnbarone wie Cornelius Vanderbilt zum Beispiel veränderten die Art und Weise, wie Menschen leben und interagieren. Das Ergebnis waren neue Möglichkeiten im Hinblick auf das Zusammenleben, den Handel und die Lebensqualität.

Das ist heute nicht anders. Die neueste Idee von Elon Musk, dem Chef von Tesla, heißt „Hyperloop“ – ein Hochgeschwindigkeitszug, der sich in einer evakuierten Röhre bewegt. Dieser Zug könnte Reisezeiten von sechs Stunden auf nur 30 Minuten verkürzen.

Man muss aber kein Unternehmer sein, um einen Beitrag leisten zu können. Zukunftsorientierte Kommunen sorgen für eine Verbesserung der urbanen Mobilität, indem sie leicht zu implementierende Initiativen für Shared Mobility fördern. Privatpersonen entwickeln Apps für unterschiedliche Aufgaben wie Carsharing oder einen besseren öffentlichen Nahverkehr.

Von Eisenbahnen zu andern Transportmitteln

Nutzung globaler Innovationen im Transportbereich

Die Metropolitan Transportation Authority (MTA) in New York City hat vor kurzem einen Wettbewerb mit dem Namen „App Quest 3.0“ durchgeführt. Unter dem Anreiz von Preisen machten sich Teams aus der ganzen Welt an die Entwicklung von Apps zur Optimierung des Nahverkehrs. Einen Schwerpunkt stellten dabei Passagiere mit Behinderungen dar.

Menschen schaffen Verbindungen

Nützliche Verbindungen

Schon immer leihen sich Menschen Zucker, Werkzeuge oder Autos von Nachbarn, Freunden oder Verwandten. Heutzutage haben viele Menschen Hunderte von „Freunden“ auf Facebook oder in anderen sozialen Netzwerken. Mit einem simplen Post kann man sich so eine kostenlose Fahrt, ein Bett zum Schlafen, günstige Möbel oder einen Amateurhandwerker besorgen.

Nicht jeder verfügt aber über ein so umfangreiches (und hilfreiches) Netzwerk. Daher haben innovative App- und Website-Entwickler einen Markt generiert, der den Namen „Shared Economy“ trägt. Apps für Shared Mobility wie Uber und Lyft stellen eine Verbindung zwischen Passagieren und Fahrern her, die deutlich weniger Geld verlangen als normale Taxis. Mit der App Turo zum Beispiel können Sie Autos von Privatpersonen mieten.

Solche Apps sind keineswegs auf Autos beschränkt. Über Apps wie Spinlister können Sie sich an andere Personen wenden, um Fahrräder, Surfboards oder Snowboards zu leihen.

Geld wird weiterhin verdient

Städte müssen vorhandene Modelle und Richtlinien überdenken, damit Shared Mobility einen möglichst großen Effekt hat. Taxi- und Transportunternehmen mögen von fallenden Gewinnen betroffen sein; je mehr wir unsere Autos und Fahrräder jedoch gemeinsam nutzen, desto besser können wir Verkehr und Abgasemissionen reduzieren. Wenn Lobbyisten protektionistische Maßnahmen fordern, sollten Behörden diese gesellschaftlichen Vorteile nicht vergessen.

Außerdem zwingen Shared-Mobility-Angebote Taxi- und Transportunternehmen dazu, wettbewerbsorientierter zu handeln und benutzerfreundliche Dienstleistungen anzubieten.

Eine wichtige Erinnerung: „Shared“ bedeutet nicht, dass niemand mehr Geld verdient. Laut Roland Berger Strategy Consultants weist der Transportsektor in der Shared Economy insgesamt die höchsten Steigerungsraten auf. Versuche, etablierte Anbieter zu schützen, indem Optionen für Shared Mobility untersagt werden (wie zum Beispiel bei Uber in manchen Städten), können die lokale Wirtschaft sogar eher belasten als fördern.

Kosteneffiziente Mobilität - Jeder kann profitieren
Ein Fahrrad für viele

Ein Fahrrad für 2, 3, 4... Personen

2016 gibt es weltweit bereits fast 1.000 Bike-Sharing-Programme, die in der Regel mit einer Smartphone-App verknüpft sind. Von Warschau bis Wuhan und von Buenos Aires bis Brüssel dient Bike Sharing als umweltfreundliche Transportoption, die dazu beiträgt, das Fahrzeugaufkommen in städtischen Straßen zu verringern.

Neue Programme umfassen oft auch E-Bikes (Pedelecs), die das Fahrradfahren bei Steigungen deutlich erleichtern – perfekt nicht nur für ältere Menschen, sondern auch Benutzer, die zu Terminen nicht verschwitzt oder erschöpft erscheinen möchten.

Fortschrittliche Bike-Sharing-Apps wie RideScout und BCycle bieten Benutzern die Möglichkeit, Fahrräder allein mithilfe von Smartphones zu bezahlen und aufzuschließen.

Carsharing & E-Hailing

Auch für den Carsharing-Trend spielen Apps eine zentrale Rolle. Durch das einfache Herunterladen einer App können Sie als Fahrer Geld verdienen, Autos von Mitbürgern mieten oder Fahrzeuge bei On-Demand-Diensten reservieren.

Verständlicherweise fürchten viele Taxifahrer und Mietwagenunternehmen einen Verlust von Kunden. Woran sie wahrscheinlich nicht gedacht haben, ist die Tatsache, dass eine Zunahme von Shared-Mobility-Angeboten mehr Menschen dazu bringen wird, sich gar kein Auto zu kaufen. Hierdurch wächst der gemeinsame Kundenstamm.

Der Erfolg vieler Carsharing-Programme basiert auf Apps, die eine einfachere Buchung ermöglichen als herkömmliche Transportdienste. Als Antwort darauf haben Taxiunternehmen sogenannte E-Hailing-Apps entwickelt, um Benutzern raschen Zugriff auf traditionelle Taxidienste in einem modernen, bequemen Format zu bieten.

Das Smartphone spielt eine wichtige Rolle

Nun kommt alles zusammen

Fortschrittliche Nahverkehrsunternehmen nutzen die Gelegenheit, um die Mobilität für alle Benutzer zu verbessern. Stellen Sie sich zum Beispiel eine App vor, die alle in diesem Artikel genannten Transportoptionen miteinander verbindet und zudem Bus- und U-Bahn-Fahrpläne sowie Anfahrtsbeschreibungen bereitstellt.

So arbeitet die Stadt Denver zusammen mit Xerox an der Entwicklung einer All-in-One-App. Mit „Go Denver“ können Benutzer die Fahrtzeit verschiedener Transportmittel miteinander vergleichen (ob mit öffentlichem Nahverkehr, Bike-Sharing oder Diensten wie Lyft und Car2Go). Die Möglichkeiten der App sind deutlich größer als bei Google Maps und erlauben es sogar, am Ziel einen Parkplatz zu reservieren (wenn der Benutzer im Auto unterwegs ist).

Mit derartigen Apps sowie Entwicklungen wie dem Hyperloop (siehe oben) und ACCEL (ein System mit schnellen Fahrsteigen, das die Erreichbarkeit von U-Bahn-Stationen verbessert) wird die Mobilität in Städten in den kommenden Jahren zu einem spannenden Bereich.

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Die Zukunft des öffentlichen Nahverkehrs: Sie halten den Schlüssel dazu in der Hand

Kann Ihr Smartphone das Auto ersetzen?

Digitale Technologien sorgen für völlig neue Sharing-Möglichkeiten. Hierzu müssen Benutzer gerade einmal eine oder zwei Apps herunterladen.

Was mit der Idee „Mi casa es su casa“ (man denke an Airbnb) begann, hat sich rasch entwickelt zu „Mein Auto ist dein Auto“ oder „Mein Rad ist dein Rad“. Gewinnorientierte Angebote, die von P2P-Sharing-Diensten inspiriert wurden, machen es noch einfacher, von diesem Trend zu profitieren.

Sie wohnen in einem städtischen Umfeld und besitzen ein Auto? Dann kann es sich für Sie finanziell lohnen, das Auto zu verkaufen und lieber eine Kombination aus öffentlichem Nahverkehr und Shared Mobility zu nutzen. Wenn Ihre Kommune noch nicht das anbietet, was Sie benötigen, informieren Sie sich regelmäßig über die neuesten Produkte. Sie werden überrascht sein, wie schnell sich die Dinge ändern. 

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Go Denver, powered by Xerox.

Mehr als nur U-Bahnen, Fahrräder und Autos: Mit der App „Go Denver“ können Benutzer bald ihre Transportausgaben, den Kalorienverbrauch sowie die Umweltbilanz prüfen und ihre Ergebnisse auf Facebook mit Freunden vergleichen.

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