Fahrstuhlmusik: Kuriosität oder Modell für die Zukunft?

Musik im Aufzug

Es ist allgemein bekannt, dass Perfektion Zeit braucht. Denken Sie an die Behausungen von Menschen: Früher wohnten wir in Höhlen und Strohhütten, dann in Holzhütten und Häusern aus Stein. Heute wohnen wir in Penthäusern, Earthships und Smart Homes.

Bei Musik sieht es nicht viel anders aus. Klassik bereitete den Weg für Jazz, der wiederum Soul, Rock und Pop die Tür öffnete. Heute hat die Musikgeschichte mit der Fahrstuhlmusik ihren Höhepunkt (oder Tiefpunkt?) erreicht. Die Frage lautet jedoch: Ist Fahrstuhlmusik am Aussterben? Urban Hub geht der Frage nach, warum in modernen Aufzügen immer seltener beruhigende Stücke gespielt werden, die den Blutdruck senken.

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Fahrstuhlmusik oder auch: Muzak

Die zunehmende Popularität von ruhiger und positiv stimmender Musik

Fahrstuhlmusik. Viele Menschen wundern sich über die Bezeichnung, da sie noch nie Musik im Fahrstuhl gehört haben. Es stimmt: Musik in Aufzügen findet man heute nur noch selten. Woher also kommt der Begriff „Fahrstuhlmusik“?

„Muzak“, im Englischen ein Synonym für Fahrstuhlmusik, stammt von „Muzak Holdings“ ab, einem Unternehmen, das sich auf den Verkauf von Easy Listening für Einzelhändler und Geschäftsgebäude spezialisiert hat (und von einem US-General gegründet wurde). Doch warum sollte man in Aufzügen überhaupt Musik spielen? Anfang des 20. Jahrhunderts waren viele Menschen nervös, wenn sie in Aufzügen fahren mussten. Darum hatte man die Idee, dass Musik beruhigen könnte.

Muzak Holdings gehört heute Mood Media, einem Unternehmen, dass Audio-, visuelle, Multimedia- und „Scent Marketing“-Lösungen anbietet. Auch wenn sie nicht mehr der Beruhigung von Menschen in Aufzügen dient, ist Fahrstuhlmusik niemals wirklich verschwunden. Ähnliche Musik finden Sie heute im Wartezimmer von Ärzten und Zahnärzten oder in der Warteschleife am Telefon.

Ein Modell für die Zukunft?

Man sollte ergänzen, dass es bei Fahrstuhlmusik nicht allein um die Beruhigung von Passagieren ging. Ein wichtiges Verkaufsargument für den Einzelhandel war die Annahme, dass bestimmte Musik Käufer in eine perfekte Stimmung zum Geldausgeben versetzt. Auch wenn die moralischen Implikationen dieser Anwendung fragwürdig sind: Wäre es möglich, die stimmungsverändernde Musik für edlere Ziele zu verwenden?

Mit der Initiative „Really Good Elevator Music“ hat das Asian Arts Center in Philadelphia genau das versucht. Das Ziel: eine Verbesserung der Lebensqualität in Städten mithilfe von Musik.

Unabhängige Musiker produzierten einige nicht traditionelle Stücke, von denen sie hofften, dass sie Menschen zum Kommunizieren bringen würden. Auch wenn sich das Ziel einer „Förderung von Gemeinschaft“ nur schwer quantifizieren und empirisch beweisen lässt, hat die Idee Potenzial.

Musik in den Aufzügen der Zukunft

Wird die Smart City zum musikalischen Wunderland?

Lärmbelastung ist in vielen urbanen Regionen ein wachsendes Problem. Können die beruhigenden Klänge von Fahrstuhlmusik – strategisch in der Stadt platziert – den negativen Effekten von Lärm entgegenwirken? Sagen Sie uns, was Sie denken, indem Sie die Fragen in diesem Artikel beantworten.

Fahrstuhlmusik und weitere Unterhaltungssysteme Fahrstuhlmusik und weitere Unterhaltungssysteme
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