Wen interessiert, wer das Auto steuert? Autonome Technologie ermöglicht besseren Service!

Wenn es um autonome Fahrtechnologie geht, stellt sich nicht mehr die Frage nach dem „Ob“, sondern nur noch nach dem „Wann“. Die Diskussion dreht sich nun darum, wo und in welchem Maße sie eingesetzt werden kann, denn die einstige Zukunftsvision hat neben der Automobilindustrie ganz still und leise auch andere Branchen positiv verändert – vor allem im Hinblick auf den Service.

URBAN HUB zeigt, wie autonome Fahrtechnologie unterschiedliche Bereiche der Wirtschaft beeinflusst und wie sie in bestehende Kundenservicestrategien integriert werden kann, um Ausfallzeiten zu verringern, Wartungsprozesse effektiver zu gestalten und intelligente neue Lösungen bereitzustellen.

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Das Streben nach autonomer Mobilität

Der Traum des Menschen von mehr Mobilität durch Automatisierung lässt sich bis auf Leonardo da Vincis Entwurf eines selbstangetriebenen Wagens – oft auch als erstes Roboterauto der Welt bezeichnet – zurückdatieren. Jüngere Beispiele sind der per Funk gesteuerte „Linrrican Wonder“ (1925), der Autopilot „Mechanical Mike“ (1933) und der Geschwindigkeits-Tempomat von Teetor (1945).

Die Technologie entwickelte sich immer weiter, und 1961 folgte der nächste Meilenstein: „The Cart“ wurde ursprünglich als Fahrzeug für Mondlandungen entwickelt und gilt als weltweit erstes komplett selbstfahrendes Fahrzeug auf Rädern. Mit dem erstmaligen Einsatz von Videokameras zur Orientierung bereitete dieses Gefährt den Weg für die intensiven Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten von heute.

Komplett autonome Mobilität setzt KI-Fähigkeiten (Künstliche Intelligenz) voraus, die derzeit noch nicht zur Verfügung stehen. Doch die zunehmende Automatisierung programmierter Funktionen und immer vielfältigere Reaktionen auf komplexe Reize bieten dem menschlichen Anwender bereits heute ein nahezu autonomes Erlebnis.

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Von London über Athen bis Tokio: Der fahrerlose Bus hält kurz an. Glauben Sie, dass Sie ihn erwischen können?

Making new in-roads in service and solutions

Natürlich stehen autonome Technologien bereits im Mittelpunkt der Industrie 4.0 und des Internets der Dinge. Trotz der Herausforderungen, die mit der Einführung auf öffentlichen Straßen einhergehen, ist die Vorstellung einer effektiveren Verwaltung von Dienstleistungen extrem attraktiv. Hier sind einige Beispiele dafür, wie autonome Fahrtechnologie das urbane Leben bald grundlegend verändern könnte:

Parken – TATA Elixsi und Volkswagen testen eine Technologie, die Autos ein selbstständiges Einparken ermöglicht.

Öffentlicher Verkehr – Yutong testet fahrerlose Busse auf festgelegten Routen.

Taxis – Delphi experimentiert mit automatisierten Taxis, genau wie Lyft und Uber.

Post – Private und staatliche Postdienstleister weltweit erproben den Einsatz der Technologie für die Last-Mile-Zustellung.

Gütertransport – NVIDIA und PACCAR entwickeln selbstfahrende Lkw, und SB Drive testet Selbstfahrtechnologie für Lkw-Kolonnen. DAF, Daimler, Iveco, Man, Scania und Volvo arbeiten ebenfalls daran.

Versand- und Lieferdienste – Amazon experimentiert mit Lieferdrohnen, Google testet Paketlieferwägen und Ford und Domino‘s erproben gemeinsam die Pizza-Auslieferung in autonom fahrenden Autos. „

Tür-zu-Tür-Lieferung mit einem Piepton und einem virtuellen Lächeln. Tür-zu-Tür-Lieferung mit einem Piepton und einem virtuellen Lächeln.
Tür-zu-Tür-Lieferung mit einem Piepton und einem virtuellen Lächeln.

Service ist alles

Führungskräften in sämtlichen Branchen wird jetzt bewusst, dass Service in Zukunft die Geschäftswelt und alles, was wir verkaufen, dominieren wird – und in Sachen Umsatzgenerierung künftig sogar eine wichtigere Rolle spielen wird als der Produktverkauf. Produkte werden einfach nur noch als Hilfsmittel zur Serviceoptimierung und zum Verkauf besserer Services dienen.

Die zunehmende Nutzung enormer Datenbestände und digitaler Analyseverfahren öffnet die Tür zu ganz neuen Kundenerlebnissen und Geschäftsmodellen. So wird wahrscheinlich der Wert von Dienstleistungen schließlich den Wert der ihnen zugrunde liegenden physischen Produkte übersteigen. Die Bereitstellung dieses Mehrwerts setzt natürlich die Fähigkeit zur Realisierung der erforderlichen Transformationen voraus. Damit Unternehmen sich künftig im Wettbewerb behaupten können, müssen sie bei der Bereitstellung ihrer Dienstleistungen auf innovative Technologien setzen.

Branchenübergreifende Zusammenarbeit

thyssenkrupp Elevator setzt bereits heute digitale Technologien ein, um das städtische Leben zu revolutionieren. Gemeinsam mit dem Softwareentwickler TeleRetail startet der Konzern jetzt ein Pilotprojekt, in dessen Rahmen die Nutzung autonomer Fahrtechnologie in der Aufzugwartung erprobt werden soll. Es geht hierbei um ein cloudgestütztes System, das selbstfahrende Roboter mit bis zu 35 kg Material an Bord an den Einsatzort des Wartungstechnikers navigiert.

Bei der Wartung von Aufzügen und Fahrtreppen werden oft große Mengen an Ersatzteilen benötigt, und das möglichst schnell. Staus auf städtischen Straßen führen oft zu teuren Lieferverzögerungen; mit den kleinen elektronischen Lieferrobotern gehört dieses Problem der Vergangenheit an: Mit einer Breite von nur 85 cm können sie einfach auf Gehwegen fahren und so die benötigten Ersatzteile rasch an den Einsatzort liefern.

Ein Roboter auf dem Weg zum Einsatzort eines Wartungstechnikers. Ein Roboter auf dem Weg zum Einsatzort eines Wartungstechnikers.
Ein Roboter auf dem Weg zum Einsatzort eines Wartungstechnikers.

Eine wahrhaft präventive Aufzugwartung

Roboter und autonome Fahrtechnologie lassen sich nahtlos in bestehende digitale Serviceangebote für Kunden integrieren. thyssenkrupp Elevator war überzeugt, dass es noch viel Spielraum zur Serviceverbesserung gab, und entwickelte mit Microsoft zusammen das erste System zur präventiven Wartung von Aufzügen – „MAX“.

Kurz gesagt soll MAX die Ausfallzeiten für Kunden und den Wartungsaufwand für Techniker verringern – schon bald wird ein Problem behoben werden können, bevor der Kunde es überhaupt bemerkt. Als Nächstes soll MAX in Brasilien und Portugal sowie in einigen weiteren Ländern in Asien implementiert werden.

„Da wir mit MAX Probleme vorhersehen können, kommt es zu weniger ungeplanten Wartungseinsätzen, und dank der Remoteunterstützung per HoloLens-Brille können wir unsere Arbeit schneller erledigen.“

Andreas Schierenbeck, CEO, thyssenkrupp Elevator

Erforschung von Technologien für autonome Fahrdienste

Autonome Technologie wird in vielen Bereichen für neue Servicemaßstäbe sorgen, so zum Beispiel auch in der Aufzugwartung. thyssenkrupp Elevator, das branchenweit führend bei der Entwicklung neuer Technologien (z. B. MAX und MULTI) ist und zudem verstärkt auf innovative Technologien anderer Anbieter (z. B. HoloLens) setzt, investiert derzeit auch umfangreich in autonome Fahrdienste.

Autonomie ist für uns Menschen seit jeher ein wichtiges Thema gewesen. Haben Sie eine Idee, wie autonome Dienste die Lebensqualität in Ihrer Stadt verbessern könnten? Erzählen Sie uns davon!

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