Wie die Beförderung und Raumausnutzung in amerikanischen Gebäuden optimiert werden können

Laut der Weltbank lebten 2015 bereits 82 Prozent der amerikanischen Bevölkerung in Städten. Aufgrund hinzukommender Faktoren wie dem allgemeinen Bevölkerungswachstum und der zunehmenden Urbanisierung ergreifen Städte nun Maßnahmen, um den Herausforderungen des verdichteten Wohnens zu begegnen. Jedoch gibt es noch viel zu tun.

Wir alle kennen die größten urbanen Stressfaktoren, wie Verkehr, fehlender Wohnraum, überfüllte Schulen und Verspätungen im öffentlichen Verkehr. Es gibt aber noch einen weiteren Aspekt, den wir oftmals übersehen: die Auswirkungen von mehr Fußgängerverkehr innerhalb von Gebäuden. Und durch langsame, unzuverlässige Aufzüge wird dieses Problem häufig noch verschlimmert. Es gibt jedoch eine einfache Lösung.

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Die Auswirkungen der Urbanisierung auf Gebäude

Die Urbanisierung fordert ihren Tribut von Gebäuden. Da immer mehr Menschen nach Wohnraum in Städten suchen, steigen die Immobilienpreise. Für die Gebäudeeigentümer ist das von Vorteil, doch für die Mieter bedeutet es höhere Mietpreise. Die Verstädterung kann auch zu Vollbelegung in Gebäuden führen, sodass Aufzüge an ihre obersten Auslastungsgrenzen gelangen – jede Betriebsstörung könnte erhebliche Behinderungen für die Mieter bedeuten.

Genießt ein Gebäude ein schlechtes Ansehen, kann dessen Wert beeinträchtigt werden. Im digitalen Zeitalter machen frustrierte Mieter ihrem Ärger über ein Gebäude oder dessen Aufzüge oft in Blogs oder in sozialen Netzwerken Luft.

Tatsächlich beeinträchtigen veraltete Aufzüge die Lebensqualität derart stark, dass addressreport.com eine Funktion hinzugefügt hat, mit der künftige Mieter die Effektivität der Aufzüge eines Gebäudes überprüfen können, bevor sie die Immobilie überhaupt erst besichtigen.

Lösungsansätze für bestehende Gebäude

In bestehenden Gebäuden können keine zusätzlichen Aufzugschächte eingebaut werden, jedoch kann möglicherweise die Anzahl der Aufzugkabinen verdoppelt werden. Beim TWIN-System von thyssenkrupp Elevator werden zwei unabhängige Aufzugkabinen in einem Schacht untergebracht. Auf diese Weise kann die Anzahl der beförderten Personen um 40 Prozent gesteigert werden, und Beschwerden im Zusammenhang mit Aufzügen könnten nahezu komplett vermieden werden.

Die Lösung eignet sich auch ideal für den Einsatz in grünen Gebäuden: Die Aufzüge können mit einem Energierückgewinnungssystem ausgestattet werden, bei dem durch das Abbremsen von Aufzügen Energie zurückgewonnen wird. So können rund 30 Prozent der verbrauchten Energie zurück in das Stromnetz des Gebäudes eingespeist werden. Zudem kann bei geringem Fahrgastaufkommen eine der Kabinen „geparkt“ werden, wodurch für maximale Effizienz gesorgt wird.

TWIN: zwei Kabinen, ein Schacht

Fallstudie

Das erste TWIN-System in den USA und der gesamten Westhalbkugel wird schon bald ein neues Zuhause in Atlanta, Georgia finden. Das Coda-Gebäude im „Technology Square“ der Georgia Tech wird für die Universität und Unternehmen der Privatwirtschaft zum Zentrum für gemeinsame technische Innovation.

Das TWIN-System überzeugte die Architekten von John Portman & Associates, da es den Platzbedarf für Aufzugschächte verringert, wodurch die Nutzfläche des Gebäudes maximiert werden kann.

Ein neues Zuhause für TWIN: das Coda-Gebäude der Georgia Tech

„Coda wird das einzige Gebäude seiner Art im Südosten der USA sein, und seine modernen Büroräume werden eine völlig neue und einzigartige Form der Zusammenarbeit ermöglichen. Das für Mischnutzung vorgesehene Gebäude wird viele Neuheiten umfassen, und wir freuen uns, diesen Trend anzuführen und das erste Gebäude in den USA zu errichten, in dem die TWIN-Aufzugtechnologie von thyssenkrupp zum Einsatz kommt.“

Ambrish Baisiwala – CEO von Portman Holdings

Aufzugnormen öffnen Türen

Die Fahrgäste würden Aufzügen nicht vertrauen, wenn da nicht die strengen Sicherheitsstandards zum Schutz der Benutzer wären. Folglich durchlaufen Innovationen einen strikten Genehmigungsprozess, ehe sie auf einem neuen Markt zugelassen werden.

Dank dieser Normen und der sorgfältigen Arbeit der Hersteller ist der Aufzug zu einem der sichersten Transportmittel überhaupt geworden.

Das Coda-Gebäude in Atlanta wird mit dem ersten TWIN-System in den USA ausgestattet. Und dieses ist sicherlich nicht das letzte, denn die Technologie hat sich in vielen Gebäuden rund um den Globus bewährt. Man rechnet damit, dass Zertifizierungsbehörden in amerikanischen Städten nachziehen und dabei eine bedeutende Veränderung für die unzähligen Menschen bewirken werden, die in Hochhäusern leben und arbeiten.

TWIN-Aufzüge, weltweit bewährt

Gebäude mit TWIN Stadt Land
Coda at Georgia Tech (geplant) Atlanta USA
European Central Bank Frankfurt Deutschland
CMA Tower Riad Saudi-Arabien
Mercury Tower Lot 14 Moskau Russland
Trumpf Hauptniederlassung Seoul Südkorea
Korea Investment & Security Hauptniederlassung Seoul Südkorea
Rabo Bank head office Utrecht Niederlande
Skyoffice Düsseldorf Deutschland
Rain Square Perth Australien
United Tower Dschidda Saudi-Arabien
Hyundai Capital Building Seoul Südkorea
BMW Group Hauptniederlassung München Deutschland

„Für Architekten bietet das TWIN-System den großen Vorteil, dass weniger Schächte benötigt werden und damit viel Platz eingespart werden kann. Im Trumpf Building in Seoul konnten wir dadurch für maximale Platzeffizienz auf den Stockwerken sorgen.“

Prof. Regine Leibinger – Barkow Leibinger Architekten, Berlin

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