Cities

Ufersanierungen: Hafenstädte profitieren von ihrer Lage

Die Sanierung von Uferflächen ist ein brandaktuelles Thema im Städtebau. Moderne Bauvorhaben, die Umwandlung der alten Gebäude und die Schaffung neuer öffentlicher Flächen sorgen dafür, dass die in Vergessenheit geratenen Hafenbezirke mit ihren einst heruntergekommenen Bauten neu entdeckt werden. Dabei haben Hafenstädte einen entscheidenden Vorteil. Die Hafenwirtschaft wurde aus den Innenstädten zu größeren Flächen am Stadtrand verlagert. Zurück bleibt die alte Hafeninfrastruktur in bester Lage. URBAN HUB geht der Frage nach, wie berühmte Hafenstädte mit diesem Strukturwandel umgehen und was das für Grundstücke in Wassernähe bedeutet.
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Rundum intelligent - In vielerlei Hinsicht basiert ein Smart-City-Konzept lediglich auf guter Stadtplanung, die sowohl Fortschritte in den digitalen Technologien als auch neue Denkansätze für uralte urbane Konzepte wie Beziehungen, Gemeinschaft, Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein, demokratische Beteiligung, Good Governance und Transparenz berücksichtigt.
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Erstellt am 03.09.2019

Istanbul – Drehkreuz am östlichen Mittelmeer

Istanbul ist seit jeher ein wichtiger internationaler Hafen. Das Megaprojekt Galataport soll das stark frequentierte Gebiet rund um das Goldene Horn nach der Eröffnung im Jahr 2020 aufwerten. Dazu werden nicht nur zahlreiche historische Gebäude an einem 1,2 km langen Küstenstreifen restauriert. Durch die Sanierung entsteht auch ein neuer, 14.000 m² großer Platz im Herzen eines modernisierten Künstler- und Kulturbezirks. Galataport bietet unter anderem hochmoderne Anleger für Kreuzfahrtschiffe mit bis zu 1,5 Millionen Passagieren und Besatzungsmitgliedern pro Jahr. thyssenkrupp Elevator stellt die Aufzüge und Fahrtreppen bereit, die für einen schnellen und unkomplizierten Zugang sorgen.

 
Galataport

New York – Tor nach Nordamerika

New York war einst das Tor zur neuen Welt für zahllose Einwanderer aus aller Herren Länder. Diese Tage sind Geschichte, doch eine Vielzahl alter Hafengebäude existiert noch immer. Neue Bauvorhaben reichen von dem umfangreichen Sanierungsprojekt Hudson Yards über einer ufernahen Gleisanlage bis hin zum 7,2 km langen Hudson River Park im alten Schlachthofviertel, der zweitgrößten Grünfläche in der gesamten Stadt. Auch die Molen werden neu genutzt: Pier 17 ist inzwischen eine Konzertfläche, Pier 26 beherbergt einen Hundepark, und auf Pier 2 lädt an heißen Tagen ein Schwimmbad zur Abkühlung ein. All das kann man vom Aussichtsdeck des neuen 1 World Trade Center aus überblicken.

Mit der Midtown-Fähre zu den Hudson Yards in New York.

Sydney – Lebensqualität an der Tasmanischen See

Sydney ist eine Stadt, in der man Spaß haben kann und in der Lebensqualität und intelligente Planung großgeschrieben werden. Besonders das Wasser lädt zu Vergnügungen ein – und Wasser hat die Stadt mit ihrem weitläufigen Hafen reichlich. Das Bauvorhaben Barangaroo soll nun noch weitere Wasserflächen erschließen. Dazu wird ein ausrangiertes Containerterminal neben dem zentralen Geschäftsbezirk in ein 22 Hektar großes Mischnutzungsprojekt umgewandelt. Wohnungen, Büros, Geschäfte, Restaurants und Parks werden nach der Fertigstellung 2024 dank des Anschlusses an die neue Stadtbahnlinie von Sydney noch besser erreichbar sein. Auch hier ist thyssenkrupp Elevator mit 200 Mobilitätslösungen beteiligt.

Hamburg – Wo die Elbe auf die Nordsee trifft

Hamburg ist ein beliebter Kreuzfahrthafen. Eine der drei großen Anlegestellen befindet sich in der HafenCity – mit einer Größe von 220 Hektar direkt am Wasser das größte innerstädtische Bauprojekt Europas. Hier befindet sich auch die Speicherstadt, eine Weltkulturerbestätte der UNESCO. In der neuen HafenCity Universität studiert man Architektur, Ingenieurwissenschaften und Städtebau. Die beeindruckende Elbphilharmonie ist mit ihrer Höhe von 108 Metern ein eindrucksvolles Beispiel für die Umnutzung und verbindet ein herausragendes akustisches Design mit modernen Mobilitätslösungen von thyssenkrupp Elevator.

Rio de Janeiro – Wo der Atlantik die Guanabara-Bucht küsst

Rio de Janeiro ist nicht nur für Karneval, Samba und die Copacabana berühmt, sondern auch eine bekannte Hafenmetropole. Im Vorfeld eines Megaevents plante die Stadt die Neuerschließung des alten Hafengebiets Porto Maravilha. Dazu wurde eine 5 km lange Hochstraße abgerissen, die schon seit Langem als Schandfleck galt. So wurde Platz für alles Mögliche geschaffen. Fahrrad- und Fußwege sowie eine Bahnstrecke binden das Gebiet inzwischen an die Stadt an. Die alten Hafenspeicher wurden in Museen, Veranstaltungsorte und andere öffentliche Flächen umgewandelt – und das alles direkt am Wasser.

Kapstadt – Wo sich zwei Weltmeere treffen

Die warmen Gestade des Indischen Ozeans vermischen sich nahe Kapstadt mit dem kalten Südatlantik – der perfekte Ort für eine multikulturelle Weltstadt. Die pulsierende Metropole erstreckt sich bis an die Küste, wo mit der Victoria & Albert Waterfront ein noch immer genutzter Hafen um neue Wohn- und Gewerbeflächen erweitert wurde. Das Umnutzungsprojekt zieht Jahr für Jahr über 20 Millionen Besucher an und wächst ständig weiter. Erst kürzlich wurde der 12.000 m² große Battery Park eröffnet, in dem sich ein Schwimmbad, Wassersportangebote und weitere Freizeitflächen in unmittelbarer Nähe zum Wasser finden.

London – Die Docks an der Themse

Eines der bekanntesten Neugestaltungsvorhaben der Welt sind die Docklands im Osten und Südosten von London. Dieses gigantische Bauvorhaben sorgte zunächst für große Kontroversen. Heute ist man sich jedoch einig, dass es einen wahren Wirtschaftsboom in der Stadt ausgelöst hat. Das hat dazu geführt, dass die Planer nun nach weiteren Entwicklungsmöglichkeiten flussabwärts Ausschau halten. Der Thames Gateway soll sich auf 70 Kilometern von London bis zur Themsemündung erstrecken und die Brachflächenentwicklung mit der Neugestaltung von Bestandsbauten verbinden.

Neues Leben für alte Hafengebiete

Viele Städte am Meer haben berühmte Waterfronts vorzuweisen: Vancouver, Hongkong, Stockholm, Bombay, Tokio oder Shanghai – die Liste ist nahezu endlos. Nun investieren immer mehr Städte Zeit und Geld, um ihren Uferflächen neues Leben einzuhauchen und so das Leben in der Stadt zu bereichern. Ein wichtiger Schritt dabei sind die richtigen Investitionen und die Einbindung der Anwohner. In San Francisco etwa scheut man keine Mühen, um die Bürger in den Planungsprozess einzubeziehen. So wird sichergestellt, dass der Hafen, dem die Stadt einst ihren Reichtum verdankte, die Metropole auch in Zukunft aufwerten wird.

Die Uferzone in Singapur befindet sich in einem steten Wandel.

Image Credits:

Galataport, video by A As Architecture

New York City, photo by Mike C. Valdivia, taken from unsplash.com

Sydney, photo by Jamie Davies, taken from unsplash.com

Rio de Janeiro, photo by Nan Palmero, taken from flickr.com, Creative Commons Attribution 2.0 Generic (CC BY 2.0)

Cape Town, photo by Travelbusy.com, taken from flickr.comCreative Commons Attribution 2.0 Generic (CC BY 2.0)

London, photo by David Iliff, taken from commons.wikimedia.org, Creative Commons Attribution-ShareAlike 3.0 Unported

Singapore, photo by Victor Garcia, taken from unsplash.com