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Wolkenkratzer, wo man sie nicht erwartet: Auch kleine Städte können hohe Bauwerke haben

Wolkenkratzer sind eine bedeutender Teil moderner Städte, unabhängig von deren Größe. Selbst Kleinstädte und größere Ortschaften haben heutzutage hohe Bauwerke, die von ihrem Stolz als Stadt künden und effizienten Wohn- und Arbeitsraum bieten – und das auch noch mit einer schönen Aussicht. Es folgen einige der bemerkenswertesten dieser groß denkenden Städte.
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Botschafter für städtische Nachhaltigkeit - Die Stadtplaner von heute errichten die urbanen Wahrzeichen von morgen, die die neue Botschaft von Nachhaltigkeit, grünen Entscheidungen und einem verantwortungsbewussten Lebensstil vermitteln.
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Erstellt am 21.11.2018

Monaco

Mit einer Fläche von nur etwas mehr als 2 km2 hat das kleine Fürstentum Monaco kaum eine andere Wahl, als in die Höhe zu bauen. Es hat zwar weniger als 39.000 Einwohner, aber es braucht auch Platz, um seinen wichtigen Bankensektor sowie die vielen gut betuchten Besucher des weltberühmten Casinos von Monte Carlo und des Grand Prix von Monaco unterzubringen. Selbstverständlich will jeder ein Zimmer mit Aussicht. Manche genießen diese im 170 Meter hohen Tour Odéon, der mehrere thyssenkrupp-Aufzüge beherbergt und das höchste Gebäude Monacos ist

North Sydney, Australien

Trotz einer Einwohnerzahl von weniger als 8.000 Menschen weist North Sydney in seinem kompakten Handelszentrum eine hohe Wolkenkratzerdichte auf. Zugegeben, die Stadt ist nur ein Vorort in der größeren Metropolregion Sydney, aber nicht jeder Vorort hat das Zeug dazu, nach den Sternen zu greifen. Das 125 Meter hohe Gebäude am Pacific Highway 177 wurde 2016 fertiggestellt.

Manama, Bahrain

Manama hat rund 150.000 Einwohner und ist damit etwas größer als viele der anderen aufgeführten Städte. Das macht es jedoch mit einem schillernden Aufgebot an futuristischen Hochhäusern wieder wett – vom Four Seasons Hotel (fertiggestellt 2015) mit seinen 270 Metern Höhe und dem 240 Meter hohen Bahrain World Trade Center (2008) mit den Zwillingstürmen bis hin zu den 137 bis 220 Meter hohen Villamar Towers A, B und C.

Benidorm, Spanien

Das spanische Benidorm hat rund 74.000 Einwohner. Einzigartig macht diese Stadt, dass sie die weltweit höchste Pro-Kopf-Anzahl an Hochhäusern hat. Das höchste ist mit 192 Metern das 2013 gebaute InTempo-Gebäude mit seiner eindrucksvollen Skybridge. Manchen gilt Benidorm als Geburtsort des Pauschaltourismus, der in den 1950er Jahren seine Anfänge hatte.

 
Benidorm

Balneário Camboriú, Brasilien

Der Badeort Balneário Camboriú im Süden Brasiliens mit seinen mehr als 100.000 Einwohner bietet jede Menge Sonne, Sand – und Hochhäuser. Die höchsten werden bald die 271 Meter hohen Zwillingstürme des Yachthouse Residence Club sein. Sie öffnen 2019, genau wie zwei weitere Hochhäuser mit mehr als 200 Metern Höhe. Diese kleine Stadt denkt klar voraus.

Miami Beach, Florida, USA

Ein weiterer Vorort mit großen Ambitionen ist North Miami Beach in Florida. Die Hälfte der etwa 45.000 Einwohner dieser multikulturellen Stadt spricht Spanisch oder Kreol-Französisch als Muttersprache. Auf 32 Stockwerken bietet das The Harbour luxuriöse Wohnungen mit Meerblick. Es trägt zum zunehmend urbanen Charakter von Miami Beach bei.

Atlantic City, New Jersey, USA

Atlantic City liegt in New Jersey und wurde im Jahr 1854 gegründet. Es erlebte mehrere Boomzeiten als Touristenhochburg und entwickelte sich dabei immer mehr zum Kult. Viele seiner Straßennamen wurden in der Originalversion des Brettspiels Monopoly verewigt. Dennoch hat Atlantic City gerade mal 40.000 Einwohner! Das höchste Gebäude der Stadt ist das 2012 gebaute und 216 Meter hohe Ocean Resort Casino.

Atlantic City

Kópavogur, Island

Das höchste Bauwerk in Island ist der 78 Meter hohe Smáratorg Tower in Kópavogur, der zweitgrößten Stadt des Landes. Dieses mischgenutzte Hochhaus wurde 2007 errichtet und bietet dem größten Einkaufszentrum Islands Platz. Es zieht Kunden aus der Stadt mit ihren 35.000 Einwohnern und darüber hinaus an. Selbstverständlich hat Kópavogur auch mit Erdwärme beheizte Freiluftschwimmbäder und jede Menge Natur zu bieten.

Port of Spain, Trinidad und Tobago

Port of Spain ist die Hauptstadt von Trinidad und Tobago. Mit rund 38.000 Einwohnern ist es die zweitgrößte Stadt des Landes und ein wichtiges Finanzzentrum für die Karibik-Region. Sein höchstes Gebäude ist der 109 Meter hohe International Waterfront Tower C, der 2008 im Zuge der Wiederbelebung des alten Hafengebiets gebaut wurde.

Port of Spain

Rottweil, Deutschland

Das malerische Stadtbild von Rottweil mit seinen 25.000 Einwohnern hat sich seit dem 16. Jahrhundert kaum verändert – bis 2017, als in der Umgebung der „Stadt der Türme“ der 246 Meter hohe thyssenkrupp Elevator Testturm seinen Betrieb aufnahm. Der Turm ist nicht bewohnt, wurde mit der höchsten Aussichtsplattform Deutschlands jedoch schnell zu einem beliebten Ziel für Schulausflüge und Hochzeiten. Und sogar ein Tower Racing-Wettkampf wird hier ausgetragen.

Städte sind eine Geisteshaltung

Es kommt also nicht auf die Größe an. Eine Stadt kann überall sein – man muss es sich nur vorstellen können. Achten Sie auf Zeichen für urbanes Leben: kulturelle Ereignisse, Erholungsmöglichkeiten, kulinarische Freuden, Bildungsangebote usw. Schauen Sie auch die Gebäude an. Vielleicht gibt es schon die hohen Bauwerke, die der Welt verkünden, dass Sie tatsächlich eine Stadt sind – vielleicht sogar die Metropole von Morgen.

Image Credits:

Tour Odéon, photo by ODEON, taken from commons.wikipedia.org

Monaco 1, photo by Simon Moore, taken from unsplash.com

Moncao 2, photo by Jeremy Goldberg, taken from unsplash.com

North Sydney, photo by Adam.J.W.C., taken from commons.wikipedia.org

Manama, photo by Todd Gardner, taken from unsplash.com

Bernidorm, video by watercraft levante

Balneário Camboriú, photo by Brasilka2, taken from commons.wikipedia.org

Miami Beach 1, photo by Ryan Parker, unsplash.com

Miami Beach 2, photo by Blake Connally, unsplash.com

Miami Beach 3, photo by Rachel Martin, unsplash.com

Miami Beach 4, photo by Muzammil Soorma, unsplash.com

Miami Beach 5, photo by Gaetano Cessati, unsplash.com

Kópavogur, photo by Ogkelt, commons.wikipedia.org

Port of Spain, photo by ויקיג’אנקי, commons.wikipedia.org